Hintergrund zur Mitgliedschaft und Beitragspflicht von Vereinen mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb

Nach § 2 IHK- Gesetz gehören zur Industrie- und Handelskammer natürliche Personen, Handelsgesellschaften, andere Personenmehrheiten und juristische Personen des privaten und des öffentlichen Rechts, wenn sie zur Gewerbesteuer veranlagt werden und im Bezirk der jeweiligen Industrie- und Handelskammer eine Betriebsstätte unterhalten.

Auch Vereine können unter bestimmten Umständen beitragspflichtiges IHK-Mitglied werden. Diese Mitgliedschaft ergibt sich, sofern diese einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb unterhalten und zur Gewerbesteuer veranlagt werden. Die IHK­ Mitgliedschaft beschränkt sich dabei lediglich auf den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Erzielen Vereine mit wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein gewerbliche Einkünfte und werden zur Gewerbesteuer veranlagt, sind die Voraussetzungen der IHK-Zugehörigkeit erfüllt.

Diese Vereine werden als Mitglied der IHK aufgenommen. Sofern der Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb 5.200€ jährlich nicht  übersteigt, sind diese automatisch vom IHK-Beitrag freigestellt. Für den Fall, dass die Finanzverwaltung zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen der Besteuerung einen Gewerbeertrag/Gewinn aus Gewerbebetrieb feststellt, der 5.200€ für das jeweilige Jahr überschreitet, erfolgt eine nachträgliche Beitragsveranlagung.

Eine Befreiung von der Beitragspflicht bei Vereinen ist nicht möglich, wenn eine Veranlagung zur Gewerbesteuer erfolgt. Die Feststellung des Finanzamtes über die Gewerbesteuerpflicht hat für die IHK Tatbestandswirkung.

 

Kontakt

Ansprechpartner zum jeweiligen Themengebiet unter:
BSB Nord Geschäftsstelle

Qualifizierung

Passende Seminare unter:
Führung & Management