Fokus Medien- und Pressearbeit

Wichtiges im Umgang mit den Journalisten

Die Medienwelt und insbesondere die Welt der Journalisten zeichnen sich durch besondere Gegebenheiten aus, die auch die Kommunikation beeinflussen. Für den Sportverein ist es daher von großem Nutzen, die "Journalistenwelt" zu kennen und sich auf bestimmte Kommunikationsspielregeln einzustellen. Nur dann kann er den Kontakt auf die richtige Weise pflegen und die Voraussetzungen für eine gelungene Kommunikation schaffen.

Die folgende Auflistung skizziert die wichtigsten Faktoren im Umgang mit Journalisten:

Arbeitszeiten in der Redaktion
Zu einer persönlichen und professionellen Kontaktpflege des Vereins zu  Journalisten gehört es auch, die individuellen Arbeitszeiten zu kennen. Diese können nämlich von Journalist zu Journalist durchaus variieren. Darüber hinaus gibt es in jeder Redaktion in der Regel feste Sitzungszeiten, während denen ein Anruf seitens des Vereins zwecklos ist.

Artikel & Pressemeldungen
Journalisten bekommen täglich immer mehr Inhalte angeboten als abgedruckt werden können. Jeder Verein sollte aus diesem Grund durch Professionalität und mediengerechte Schreibweise seine Kompetenzen zeigen und somit dem Journalisten die Arbeit erleichtern. Ein Ansprechpartner zu der versendeten Pressemeldung sollte unbedingt angegeben werden.

Hochwertiges und aussagekräftiges Fotomaterial
Dieses rundet den Presseartikel ab und untermalt den Inhalt. Fotos, Bilder, Grafiken etc. können auch als "Eyecatcher" bezeichnet werden. Sie animieren zum Lesen des Textes. Bilder etc. sollten immer mit einem Bildtitel und Absender versehen sein. Eine Zuordnung zum Text muss eindeutig erkennbar sein.

Journalistische Arbeitsweise
Die journalistische Arbeitsweise zu pauschalisieren ist sicherlich nicht möglich. Gibt der Verein sich jedoch Mühe, etwas mehr über die individuelle Arbeitsweise "seiner" Journalisten zu erfahren, verbessert das die Qualität seiner Kontaktpflege immens. Jeder Journalist hat bestimmte Vorlieben, insbesondere was das Bereitstellen von Text- und Datenmaterial angeht. Ob per Mail oder lieber per Fax, der Verein sollte herausfinden, wie er seine Pressetexte versenden muss.

Die Unsitte von PR-Leuten, nachzufragen, ob der Text angekommen sei und ob man auf eine Veröffentlichung hoffen könne, sollte jeder PR-ler, also auch der Verein, vermeiden.

Keine Werbung und werbliche Formulierungen
Redaktionen bzw. Journalisten sind keine Werbeträger, sondern sind in erster Linie an aktueller, für ihr Lesepublikum wichtiger Information interessiert.

Journalistische Unabhängigkeit
Jeder Versuch der Einflussnahme auf die Berichterstattung zieht üblicherweise massive Abwehr nach sich und zerstört jegliches Vertrauen in die Redlichkeit des Vereins.

Korruption und Korrumpierbarkeit 
Der Verein sollte jeden Versuch der Korruption und Korrumpierbarkeit zur Einflussnahme auf Journalisten für sich und seine Arbeit ausschließen.

Professionelles und kollegiales Verhältnis
Der Umgang mit Journalisten sollte durch ein professionelles und partnerschaftliches Verhältnis geprägt sein, in der die gemeinsame Aufgabe "Kommunikation" im Vordergrund steht.

Vertrauliche Informationen des Vereins
Ein Verein hat auch die Möglichkeit, den Journalist um eine Nichtveröffentlichung von Informationen zu bitten, wenn es sich hierbei um vertrauliche Details handelt, die beispielsweise in einer Interviewsituation zur Sprache gekommen sind. Dies sollte man jedoch möglichst vor Erwähnung der Informationen verabreden.

Zielgruppengerechte Formulierungen
Der PR-Verantwortliche des Vereins muss immer hinterfragen, wo der Nutzen für den Leser, Hörer, Zuschauer etc. ist und seine Texte sprachlich und inhaltlich auf die Zielgruppe abstimmen.

 

Kontakt

Ansprechpartner zum jeweiligen Themengebiet unter:
BSB Nord Geschäftsstelle

Qualifizierung

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Führung & Management