Social Media - Rechtliche Aspekte

Datenschutzerklärung – Verwendung von Social Media-Plugins und Erfassung von Nutzerdaten

Werden personenbezogene Daten über das Internet erhoben oder verarbeitet, so muss der Nutzer gemäß § 13 Telemediengesetz über die einzelnen Tatbestände der Verarbeitung auf der von ihm genutzten Webseite informiert werden. Ist dies bei der Homepage eines Sportvereins der Fall, muss dieser in einer Datenschutzerklärung den Nutzer auf die Art, den Umfang und den Zweck der Datenverarbeitung hinweisen.

Verwendung von Social Media Plugins
Wenn ein Sportverein auf seiner Vereins-Homepage sogenannte Social Media-Plugins einbindet, muss er darüber in einer Datenschutzerklärung auf seiner Homepage hinweisen.

Social Media-Plugins (auch Social Plugins oder nur Plugins) sind von den Anbietern von Sozialen Medien (Facebook, Twitter & Co.) entwickelte und zur Verfügung gestellte Software-Module, die von den Betreibern von Internet-Angeboten (z.B. Sportvereinen) in die Vereins-Homepage eingebaut werden können. Erfolgt ein solcher Einbau, wird eine automatisierte Kommunikation (Datenaustausch) zwischen der Vereins-Homepage und den Social-Media-Anbietern nach deren jeweiligen Richtlinien realisiert. Im Zuge dieser Kommunikation werden z. B. Daten von einem Social-Media-Anbieter dynamisch auf die Vereins-Homepage übertragen. Gleichzeitig werden auch Daten der Nutzer der Vereins-Homepage zum Social-Media-Anbieter übertragen (z.B. die IP-Adresse des Computers eines Nutzers). Immer wenn jemand Ihre Vereins-Homepage besucht, die Plugins (z.B. bei Facebook den „Gefällt mir“- Button) enthalten, baut der Browser des Nutzers eine direkte Verbindung mit den Servern des Sozialen Netzwerkes auf.

Wenn der Verein keine ordnungsgemäße Datenschutzerklärung auf seiner Homepage einstellt, drohen ihm als Betreiber außer Schadensersatzansprüchen vor allem Bußgelder der Aufsichtsbehörden. Lassen Sie sich daher im Zweifel bei der Erstellung der Datenschutzerklärung von einem Rechtsanwalt beraten, der sich auf Social Media-Recht spezialisiert hat!

Beispiele für Datenschutzerklärungen, die Infos zur Verwendung von Social Media Plugins enthalten:

Erfassung von Nutzerdaten zu Marktforschungszwecken
In den Datenschutzerklärungen der beiden Vereine finden sich auch Hinweise, dass zu Marktforschungszwecken Nutzerdaten erfasst werden. Werden vom Sportverein als Betreiber der Homepage entsprechende Daten erfasst (z.B. mit Hilfe des Webanalyse-Programms Piwik), ist auch darauf in der Datenschutzerklärung hinzuweisen. Dem Nutzer Ihrer Vereins-Homepage muss das Recht eingeräumt werden, der Erfassung der Nutzerdaten (z.B. über Cookies) zu widersprechen. Der Verein hat den Nutzer auf sein Widerspruchsrecht im Rahmen der Unterrichtung gemäß § 13 I Telemediengesetz hinzuweisen.

 

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