Grundlagen

Zusammenarbeit mit Sponsoringagenturen

Bevor ein Sportverein eine Zusammenarbeit mit einer Sponsoringagentur eingeht, sollte er zunächst prüfen, ob für ihn eine solche Kooperation überhaupt Sinn macht.

Die Zusammenarbeit mit einer Sponsoringagentur kommt vor allem dann in Frage, wenn man nicht über das erforderliche Know-how verfügt, das zur professionellen Abwicklung eines Sponsoringprojektes erforderlich ist.

Eine Kooperation mit einer Sponsoringagentur bietet sich auch dann an, wenn

  • es dem Sportverein an Kontakten zu Sponsoren oder Medien fehlt
  • er nicht die Zeit bzw. personellen Ressourcen besitzt, um ein Sponsoringprojekt adäquat abzuwickeln.

Welche Gründe sprechen aus Sicht des Sportvereins für eine Zusammenarbeit mit einer Agentur? (in Anlehnung an BRUHN, Manfred: Unternehmen als Mäzene und Sponsoren. München 1998. S. 463)

  • Die Agentur verfügt über die Zeit, das Know-how und die Erfahrungen, die einer systematischen und professionellen Arbeit dienlich sind und die man als Sportverein oft nicht besitzt.
  • Die Agentur verfügt über Kontakte (z.B. zu potenziellen Sponsoren, Medienvertretern, TV-Anstalten), die man als Verein nicht hat und die die Umsetzung von Maßnahmen erleichtern (z.B. die Finanzierung einer Sportveranstaltung, die Platzierung von Beiträgen über das Sponsoringprojekt in den Medien oder die Vermarktung von Fernsehrechten).
  • Dem Sportverein gelingt es, sich durch die Hilfe der Agentur in die spezifische Denkhaltung des Sponsors hineinzuversetzen sowie bei Entscheidungen zu berücksichtigen.
  • Die Agentur kann objektive und realistische Empfehlungen hinsichtlich des Eingehens oder der Kontrolle von Sponsorships geben, die auf Kenntnissen des Sponsoringmarktes beruhen.
  • Die Agentur ist mit den auf dem Sponsoringmarkt üblichen Konditionen besser vertraut als der Sportverein (z.B. bei der Bewertung eines Sponsoringangebotes).


Die Zusammenarbeit mit einer Agentur birgt auch Risiken. Welche sind dies?

Mögliche Nachteile einer Kooperation mit einer Sponsoringagentur:

  • Es entstehen Kosten durch Agenturprovisionen oder Agenturhonorare, die möglicherweise in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen.
  • Im Laufe der Zusammenarbeit stellt sich heraus, dass das Know-how, die Kontakte und/oder die Erfahrungen der Agentur unzureichend sind.
  • Die Agentur spricht nicht die gleiche Sprache wie der Verein.
  • Die Agentur widmet dem Verein nicht die gewünschte Aufmerksamkeit ("Der Sportverein ist nur ein Kunde unter vielen.").
  • Der Sportverein gerät in die Abhängigkeit der Sponsoringagentur, weil man an diese seine Vermarktungsrechte langfristig und exklusiv vergeben hat.
  • Verlagerung von Erfahrungen und Kenntnissen des Vereins auf die Agentur.

Durch eine sorgfältige Auswahl der Sponsoringagentur lassen sich diese Probleme verhindern.

 

Kontakt

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