Marketing - Gestaltung und Realisierung

Kommunikationspolitik: Direktmarketing

Beim Direktmarketing geht es um die individuelle, direkte Ansprache von Vereinskunden. Mit Hilfe bestimmter Medien, wie z.B. Briefe, E-Mails, Mitgliederzeitung oder Telefonanrufe werden vom Verein zielgerichtet Kundenkontakte aufgebaut und gepflegt.

Durch Direktmarketing-Maßnahmen können ausgewählten Vereinskunden bestimmte Leistungen und Informationen individuell angeboten werden. Häufig sind die Direktmarketingmaßnahmen mit einem Responseelement (Antwort-/Reaktionsmöglichkeit) verknüpft, um den Empfänger zu einer individuellen, messbaren Reaktion zu veranlassen.

Zu den Direktmarketing-Medien gehören:

  • Direkt-Mailing (z.B. Postversand oder E-Mail; Information ausgewählter Vereinsmitglieder – z.B. einer Abteilung – über ein spezielles Angebot)
  • Direktwerbung durch Verteilen der Vereinszeitschrift an die Vereinsmitglieder
  • Direktcoupon-Anzeige (Anzeige in der Vereinszeitung mit Gutschein für die Teilnahme an einem kostenlosen Schnupperangebot)
  • SMS bzw. MMS-Infodienst per Mobiltelefon (Versand von Vereinsnachrichten aufs Handy)
  • Messen (Präsenz des Vereins auf einer Messe; Vereinsmitarbeiter informieren im persönlichen Gespräch über den Verein, Auslage von Vereinsaufnahmeanträgen)
  • Online-Medien (über einen interaktiven Call-Back-Button auf der Vereins-Homepage können Vereinmitglieder oder Dritte Anfragen an den Verein richten)

Beim Direktmarketing geht es oft nicht nur darum, zu informieren, sondern auch in einen (regelmäßigen) Dialog mit den Kunden einzutreten. In diesem Zusammenhang spricht man von Dialogmarketing. Durch interaktive Onlinemedien gewinnt dieser Bereich immer mehr an Bedeutung.

Abhängig vom Grad des Dialogs kann man folgende Formen der Direktkommunikation unterscheiden:

1. Passive Direktkommunikation:
Verein versendet eine Information gezielt an einen ausgewählten Kundenkreis ohne diese mit einem Responseelement zu verknüpfen.
Beispiel:
Der Verein sendet einen Standardbrief an eine zuvor bestimmte Zielgruppe mit der Vorstellung seines Angebots.

2. Reaktionsorientierte Direktkommunikation:
Verein versendet eine Information mit Responseelement an einen ausgewählten Kundenkreis.
Beispiele:

  1. Einwurfschreiben mit einem Kursgutschein in die häuslichen Briefkästen.
  2. Aufforderung zur Teilnahme an einer Mitgliederbefragung wird mit einem Gewinnspiel verknüpft.

3. Interaktionsorientierte Direktkommunikation
Der Verein nimmt mit ausgewählten Kunden Kontakt auf und bietet diesen eine unmittelbare Feedbackmöglichkeit an.
Beispiele:

  1. Telefonaktion des Vereins, um ein neues Angebot vorzustellen oder um abgewanderte Mitglieder zurückzugewinnen.
  2. In eine E-Mail an die Vereinsmitglieder wird ein Link integriert, mit der man direkt auf die Vereinsanfrage reagieren kann (z.B. Zu- bzw. Absage auf eine Einladung zur Vereins-Hauptversammlung).

Für ein professionelles Direktmarketing ist der Einsatz eines Datenbanksystems hilfreich, in dem die Mitgliederdaten elektronisch verwaltet werden.

 

Kontakt

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BSB Nord Geschäftsstelle

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