Marketing - Strategie

Geschäftsfeldorientierte Strategie

Man kann vier Marktfeldstrategien unterscheiden (Ansoff-Matrix)

 

            Produkte

                                      Märkte

gegenwärtig ("gleich")

Marktdurchdringung (1)

Marktentwicklung (3)

neu ("anders")

Produktentwicklung (2)

Diversifikation (4)

Quelle: Freyer, Sport-Marketing, 2003


(1) Marktdurchdringung ("gleiches für gleiche")
Bei der Marktdurchdringung bearbeitet der Verein den bisherigen Markt noch intensiver. Dabei wendet er sich mit dem gleichen Leistungsangebot an die gleiche Zielgruppe. Durch gezielte Marketing-Aktivitäten versucht der Verein, den eigenen Marktanteil gegenüber dem Wettbewerb zu erhöhen.

Beispiele:
Ein Mitgliederrundbrief soll die Teilnahme am vorhandenen Übungs- und Trainingsangebot des Vereins erhöhen.
Dauerkarten sollen zu einem häufigeren Besuch von Sportveranstaltungen führen.


(2) Produktentwicklung
("anderes für gleiche")
Der Verein konzentriert sich auf den bestehenden Markt und entwickelt für die bestehenden Zielgruppen neue Produkte. Der Übergang zur Marktentwicklung ist hier jedoch fließend, da neue Produkte auch neue Zielgruppen und damit einen größeren Markt ansprechen.

Beispiele:
Ein Verein vergrößert sein Leistungsangebot in anderen Sportarten.
Ein Verein richtet ein Fitness-Studio ein.

(3) Marktentwicklung ("gleiches für andere")
Der Verein versucht mit seinem vorhandenen Leistungsangebot neue Märkte, insbesondere neue Zielgruppen, zu erschließen.

Beispiele:
Die Aktion "Sport ist nur im Verein schön", soll vorhandene Sporttreibende für den eigenen Verein begeistern.
Die vorhandenen Kursangebote für Ältere stellt der Verein den Krankenkassen vor mit der Absicht einer Kooperation.

(4) Diversifikation ("anderes für andere")
Diese Form der Strategie stellt eine Kombination aus (2) und (3) dar: Der Verein entwickelt neue Produkte, mit denen neue Märkte erschlossen werden sollen. Dabei kommt es vor, dass der Verein das bisherige Leistungsangebot als Schwerpunkt aufgibt und seine Tätigkeit auf andere Bereiche verlagert.

Beispiele für kombinierte Produkt-/Markt-Zielgruppen-Strategien:

  • Volle Produkt-/Zielgruppenabdeckung: alle Zielgruppen werden durch ein vollständiges Leistungsangebot angesprochen (Vielspartenverein).
  • Produktspezialisierung: Alle Zielgruppen mit einem Produkt ansprechen ("Fußball für alle Altersgruppen").
  • Zielgruppenspezialisierung: Für eine Zielgruppe ein vielfältiges Leistungsangebot ("Viele Sportarten für die Jugend").
  • Produkt-/Zielgruppenkonzentration: Marktspezialisierung ("Walking für Ältere", "Volleyball für Jugendliche").

 

Quelle: Freyer, Walter: Sport-Marketing Handbuch für marktorientiertes Management im Sport. Paderborn 2003 (3. Auflage), Fit-Verlag, ISBN-10: 3925958223

 

Kontakt

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