Führen mit Kompetenz

Modelle aus der Vereinspraxis (Mentoring, Beteiligung der Jugend)

Oft werden im Sportverein die bestehenden Ressourcen nicht oder nur unzureichend genutzt, weil eine planvolle, systematische Einarbeitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die unterschiedlichen Positionen nicht durchgeführt wird oder bestimmte Positionen über Jahrzehnte besetzt bleiben. Häufig macht sich der Verein erst nach dem Ausscheiden oder kurz vorher Gedanken über die Neubesetzung bzw. Nachfolgeregelung.
Zwei Einarbeitungsmodelle in die Vereinspraxis sollen an dieser Stelle vorgestellt werden.

  1. Mentoring
    wird als ein System verstanden, welches Experten zur Begleitung und Unterstützung des Potenzialträgers benennt, um diese als Führungskräftenachwuchs in eine Position zu begleiten und zu unterstützen. Wichtig ist hier, dass die Mentoren allgemein anerkannt sind und geachtet werden, damit sie als verantwortungsbewusste Berater und Coach fungieren können. Durch diese Vorgehensweise bleiben Erfahrungen, Werte und Traditionen für die Sportorganisation erhalten und werden sogar weiterentwickelt. Ein Bruch durch einen Führungswechsel wird vermieden, und Wissen bleibt erhalten, wenn jemand ausscheidet. Gleichzeitig lernen die Nachwuchskräfte die Spielregeln und Rollenerwartungen des Vereins schneller kennen, ihre Befürchtungen werden gemindert und sie stehen somit dem Verein auch schneller in der Position zur Verfügung. Ihr Hauptaugenmerk legen die Mentoren auf die Weiterentwicklung des Vereins sowie auf die Erprobung neuer Managementkonzepte und Führungsstile. Die Mentoren helfen dem Nachwuchs, durch qualifiziertes Feedback in die neue Rolle hineinzuwachsen.

  2. Beteiligung der Jugend
    Gut funktionierende Jugendarbeit ist ein Reservoir, um neue Mitarbeiter zu gewinnen. Eine selbstständige Jugendorganisation, die sich selbst verwaltet, hilft, Jugendliche an Management- und Führungsaufgaben heranzuführen. Hier ist eine möglichst freie Entfaltung oberstes Prinzip. Gleichzeitig lassen sich Jugendliche durch Projektarbeiten an die Arbeit in einer Organisation heranführen. Die Arbeiten sollten auf den Entwicklungsstand des Jugendlichen abgestellt sein. Wichtig dabei ist nicht nur die Sinnhaftigkeit der Arbeit, sondern es muss ihr/ ihm klar sein, dass diese Arbeit zur Existenzsicherung des Vereins beiträgt. Der Arbeitsgestaltung kommt eine besondere Bedeutung zu, denn die Arbeit für den Sportverein hat mit Lust zu tun, und nur wer diese verspürt, wird auf Dauer sein Potenzial einer freiwilligen Organisation zur Verfügung stellen.
 

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