Betriebsführung

Anforderungen an die professionelle Betriebsführung einer Sportstätte

Sowohl in der beruflichen Praxis als auch in Organisationen und Institutionen, die dem Non-Profit-Bereich zuzuordnen sind, wird inzwischen im Führungsalltag der zeitgemäßere kooperative Führungsstil bevorzugt. Das bedeutet größere Entscheidungsspielräume, Selbstständigkeit und mehr Beteiligung und Einbindung des einzelnen Mitarbeiters in die Arbeitsabläufe und Entscheidungsprozesse, während die Führungsperson in erster Linie Koordinierungsfunktionen für die delegierten Aufgaben übernimmt. Dadurch werden die Bedürfnisse der Mitarbeiter nach Anerkennung, Verantwortung und Selbstverwirklichung befriedigt - damit erhöht sich die Motivation und die Arbeitszufriedenheit.
Gleichzeitig geht es auch um eine Mitarbeiterorientierung, das der zwischenmenschlichen Beziehung zwischen der Führungsperson und dem Mitarbeiter einen großen Wert beimisst. Damit ist ein gutes zwischenmenschliches Verhältnis gemeint, in dem Vertrauen, Rücksichtnahme, gegenseitiger Respekt, Verständnis und Unterstützung eine tragende Rolle spielen. Die Führungskraft sollte sich also ihrer Vorbildfunktion hinsichtlich ihrer sozialen Kompetenz und Integration bewusst sein.
Obwohl dabei die Erfüllung der Aufgabe, hier speziell die Betreibung der Sportstätte nach wirtschaftlichen, sozialen und zukunftsorientierten Grundsätzen, nicht aus den Augen gelassen werden darf, sollte der Fokus des Interesses der Führungskraft deutlich an den Bedürfnissen der Mitarbeiter ausgerichtet sein.
Grundsätzlich sind alle Mitarbeiter, sowohl ehren- als auch hauptamtlichen Mitarbeiter, soweit informiert, dass für sie, über den eigenen Tätigkeitsbereich hinausgehend, die Gesamtzusammenhänge deutlich werden. Damit kann eine höhere Transparenz und eine ganzheitliche Informiertheit bei jedem einzelnen besser erreicht werden. Die Folge sind eine größere Motivation und eine stärkere Identifizierung mit den Zielen und Aufgaben.
Gleichzeitig müssen Vereinsvorstände auch den Sinn und die Gründe ihres Handelns gegenüber ihren Mitgliedern und Mitarbeitern verständlich darstellen und nachvollziehbar erklären können. Sie sollten Visionen und übergeordnete Ziele haben und durch positives Denken begeistern können. Ihr Handeln sollte sich an dem Grundsatz orientieren, dass die Mitarbeiter eigene Mitwirkungs- und Gestaltungsräume nutzen können. Durch die Einbezogenheit und selbständige Organisation kommt es meist zu einer größeren Identifikation und Verantwortlichkeit bei den übertragenen Aufgaben. Gleichzeitig können die Vereinsvorstände durch Delegation ihre Energien zusätzlich für wichtige anstehende Aufgaben nutzen.
Regelmäßige Gespräche mit einem Feedback über die Leistungen sind für jeden Mitarbeiter wichtige Rückmeldungen für sein Engagement. Sie sollten positiv geführt werden und auch zu verbessernde Inhalte im Sinne einer konstruktiven Kritik thematisieren. Oberstes Ziel ist dabei eine kontinuierliche Verbesserung aller Prozesse. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang die Formulierung von klaren Zielvorstellungen, die mit den Mitarbeitern entwickelt werden. Als Zielvereinbarungen dienen sie zur Orientierung für die weitere Entwicklung.
Auf der anderen Seite sollte jeder Mitarbeiter sich als ein Teil eines Ganzen bzw. einer Gemeinschaft innerhalb des Vereins und der Abteilung fühlen und ein Gefühl der sozialen und emotionalen Integration haben. Dabei sollte jedem Mitarbeiter große Akzeptanz und Wertschätzung entgegen gebracht werden, um ihn in seinem Engagement bei allen Aufgaben zu unterstützen.
Wichtig ist auch, dass jeder Sportverein als ein Forum existiert, in dem Meinungsbildungs-, Diskussions- und Entscheidungsprozesse in einer angstfreien Atmosphäre stattfinden können. Auch Konflikte sollen kreativ und kooperativ gelöst werden, um einen Ausgleich aller Interessen anzustreben, so dass alle beteiligten Personen ohne negative Gefühle vereinbarte Lösungen mittragen können. Häufig muss auch über Erhalt von bewährten Strukturen oder die Erarbeitung neue Lösungen mit Veränderungspotentialen entschieden werden.

 

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