Hintergrundinformationen

Der Ansatz der Kooperativen Planung zur Sportstättenentwicklungsplanung

Der Kooperative Planungsansatz kommt sowohl in der objektbezogenen Planung  (also bei dem Bau einer Sportanlage) als auch im Zusammenhang der kommunalen Sportentwicklung zum Zuge. Da möglichst viele Bevölkerungsgruppen mit in den Planungsprozess einbezogen werden sollen, liegt der Schwerpunkt auf dem gemeinsamen Planungsprozess. Phasen der kooperativen Planung bei der Entwicklung eines konkreten Sportstättenprojektes. Wie der untenstehenden Abbildung zu entnehmen ist, sieht der kooperative Ansatz bei der Objektplanung in der ersten Phase vier Sitzungen vor, in denen über die Schritte, Projektvorstellung und Ideensammlung, gemeinsame Bedarfsanalyse, Bedarfskonkretisierung, Bedarfshierarchisierung, Entwicklung verschiedener Raumplanentwürfe und Abstimmung mit der zentralen Planungsgruppe schließlich ein gemeinsamer Raumplan erstellt wird.

Phasen

Inhalte

Arbeitsweise

Phase 1:

Bedarfsanalyse und Raumplanung

1. Sitzung

Projektvorstellung und eine grundlegende Bedarfsanalyse

 

 

Informationstreffen für lokale Planungsgruppe

 

 

2. Sitzung

Bedarfskonkretisierung/ -hierarchisierung und individuelle Raumpläne

 

Erstellen einer Bedarfsliste und erster Raumpläne

 

 

 

3. Sitzung

Vorstellung von Planungsgrundlagen: Raumpläne in Kleingruppen

Auswertung der Bedarfshierarchisierung und der Raumpläne

 

4. Sitzung

Erstellung eines gemeinsamen Raumplanes

Diskussion, Informationsaustausch, Finanzierung,

 

Erstellung Gesamtgestaltungsplan

 

Phase 2:

Diskussion Planungsskizze / Vorbereitung der Umsetzung

 

Phase 3:

Umsetzung unter Leitung der lokalen Planungsgruppe

 

Phase 4:

Evaluation

 

Kooperative kommunale Sportentwicklungsplanung

Ziel des kooperativen Planungsprozesses im Kontext kommunaler Sportentwicklung ist es, Ideen und Maßnahmen zur Sportentwicklung hervorzubringen, die von allen am Planungsprozess Beteiligten mitgetragen werden können. Zu den Grundprinzipien der Kooperativen Planung zählen die Gleichberechtigung aller Teilnehmer sowie ein konstruktives und faires Klima innerhalb der Planungsgruppe.

Die kooperative Kommunale Sportentwicklungsplanung verläuft nach folgendem Schema:

Schritt

Erläuterung

Vorbereitung des kooperativen Planungsprozesses

  • Vorgespräch mit potentiellen Planungsgruppenmitgliedern
  • Auswahl der Planungsgruppenmitglieder

Durchführung des kooperativen Planungsprozesses

1. Planungsgruppensitzung

  • Vorstellung des Projektes
  • Erläuterung der Prinzipien zur Arbeitsweise der kooperativen Planungsgruppe
  • Ideensammlung

2. Planungsgruppensitzung

  • Systematisierung der Ideen
  • Diskussion und Festlegung von Prioritäten

3. Planungsgruppensitzung

  • Vorstellung und Diskussion der gesetzten Prioritäten der Planungsgruppe
  • Einteilung der Planungsgruppe in Arbeitsgruppen

Treffen in den Arbeitsgruppen zur Maßnahmenentwicklung

4. Planungsgruppensitzung

  • Vorstellung und Diskussion der Konzepte zum Maßnahmenkatalog von den Arbeitsgruppen

Treffen in den Arbeitsgruppen zur Maßnahmenentwicklung

5. Planungsgruppensitzung

  • Diskussion und Verabschiedung des Maßnahmenkatalogs der gesamten Planungsgruppe

Empfehlenswerte Literatur:  Zukunftsorientierte Sportstättenentwicklung, Bd. 14, Handbuch der kommunalen Sportentwicklung, Hrsg.: Landessportbund Hessen - Frankfurt am Main 2003 (Autoren des Bandes: A.Rütten, J.Schröder und H.Ziemainz)

 

Kontakt

Ansprechpartner zum jeweiligen Themengebiet unter:
BSB Nord Geschäftsstelle

Weitere Informationen

Richtlinien und Informationen zu Zuschüssen unter:
Sporstättenbau Nordbaden