Wer obliegt dem Versicherungsschutz der VBG

Kreis der versicherten Personen

Entscheidend für die Frage, welche Versicherung (VBG oder Krankenkasse und/
oder Sportversicherung) die Kosten eines Unfalls übernimmt, hängt davon ab, in welcher Eigenschaft der Verletzte tätig wurde.

Ist der Verletzte Beschäftigter des Vereins, ist er in der gesetzlichen Unfallversi-cherung versichert. Die VBG übernimmt als zuständiger Versicherungsträger die Kosten der Rehabilitation.
Beschäftigte können Mitarbeiter in der Geschäftsstelle, Opens internal link in current window450 € Mini-Jobber, Opens internal link in current windowbezahlte Spieler / Vertragsspieler und Trainer, Sportlehrer bzw. Opens internal link in current windowÜbungsleiter sein.
Ein Beschäftigungsverhältnis liegt vor, wenn eine persönliche Abhängigkeit zum Verein besteht. Diese zeigt sich in einer Weisungsgebundenheit. Der Verein bzw. der Vorsitzende erteilt dem Betreffenden hinsichtlich Zeit, Ort und Umfang seiner Tätigkeit Weisungen. Eine wirtschaftliche Abhängigkeit ist grundsätzlich nicht Vo-raussetzung für das Vorliegen eines Beschäftigungsverhältnisses.
Für geringfügig Beschäftigte sind Opens internal link in current windowBeiträge zur VBG zu zahlen. Der Verdienst ist als Opens internal link in current windowArbeitsentgelt nachzuweisen.
Personen, die im Rahmen eines Opens internal link in current window1 € Jobs tätig werden, sind versichert.

Ein Opens internal link in current windowVereinsmitglied als aktiver Sportler, unentgeltlicher Helfer oder Opens internal link in current windowSchiedsrichter ist in der gesetzlichen Unfallversicherung grundsätzlich nicht versichert. Sie stehen nicht in einem Beschäftigungsverhältnis zum Verein. Leistungen werden dann von der Krankenkasse und / oder der Sportversicherung erbracht.

Die Opens internal link in current windowVorstandsmitglieder sind im Rahmen ihrer Wahlämter über die VBG nicht pflichtversichert.
Opens internal link in current windowVorstandsmitglieder können sich als gewählte Ehrenamtsträger in gemeinnützigen Organisationen, hierzu gehören Sportvereine, auf Antrag freiwillig versichern.
Ein Ehrenamt setzt die Kriterien Ehre (=Unentgeltlichkeit) und Amt (=übertragene Aufgabe) voraus, also eine freiwillige, unentgeltliche und möglichst kontinuierliche Tätigkeit in einem gewissen organisatorischen Rahmen.
Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf die Vorstandstätigkeiten, incl. Wege.
Neben den gewählten Vorstandsmitgliedern kann die freiwillige Versicherung auch für Personen beantragt werden, die in das Amt berufen werden. Voraussetzung ist, dass ein solches Amt in der Satzung verankert ist.
Durch das Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz (UVMG) besteht ferner die Möglichkeit der freiwilligen Versicherung für beauftragte Ehrenamtsträger.
Es handelt sich dabei um Personen, die im Auftrag oder mit Einwilligung des Vor-standes in der Organisation im Sportverein herausgehobene Aufgaben wahrnehmen, die nicht in der Satzung verankert sein müssen. Dies sind leitende, planende oder organisierende Tätigkeiten, die über einen längeren Zeitraum oder im Rahmen eines definierten Projektes ausgeübt werden.
Beauftragte Ehrenamtsträger in diesem Sinne können z.B. sein:
Die dem Sportverein zugehörigen Mitglieder mit einer Funktion als Schieds-, Kampf- oder Linienrichter, Tätigkeiten als Projektbeauftragter o.ä
Es wird jährlich nachträglich ein sog. Kopfbeitrag erhoben.
Er beträgt zur Zeit  2,73 €.
Der Antrag kann vom Verein, aber auch vom einzelnen Opens internal link in current windowEhrenamtsträger gestellt werden. Die freiwillige Versicherung beginnt mit dem Tag nach Antragseingang.
www.vbg.de/service/ehrenamt.jsp

Wird der Verein im Auftrag oder mit Zustimmung einer Opens internal link in current windowGebietskörperschaft tätig, besteht für die Tätigkeit des Vereinsmitgliedes Versicherungsschutz. Zuständig ist der UV-Träger der öffentlichen Hand.   Beispiele :  Eine Kommune beauftragt einen Sportverein, die Betreuung von Schülern einer öffentlichen Schule am Nachmittag zu übernehmen (Sicherstellung der Ganztagsbetreuung). Ein Sportverein betreibt ein öffentliches Hallenbad im Auftrag der Kommune.

Versichert sind alle Tätigkeiten, die im ursächlichen Zusammenhang mit der versi-cherten Tätigkeit stehen, also die eigentliche Arbeitstätigkeit der betreffenden Person und auch Wege.
Neben Wegen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und zurück (eigentliche Wegeunfälle) sind auch solche Wege geschützt, die nicht an der Wohnung beginnen oder enden, die aber im Rahmen der eigentlichen, versicherten Tätigkeit außerhalb der Arbeitsstätte zurückgelegt werden (Dienstwege und -reisen).
Hierzu gehören insbesondere die Wege, die zur Organisation von Training und Wettkampf dienen oder die erforderlich sind, um Pflege und Wartung des Trai-ningsgerätes sicherzustellen oder die aus einem anderen Grund im Interesse des Vereins durchgeführt werden.
Alle Fahrten von beschäftigten Personen zu auswärtigen Spielen, die vom Verein organisiert werden, sind als Dienstreisen mitversichert.

 

Kontakt

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