Schulsport


Spielten die Kinder früher nach den Schularbeiten ihre Meisterschaften auf dem benachbarten Bolzplatz aus, so dominiert heute längst in den Kinderzimmern der Computer die Freizeit des häufig übergewichtigen und untrainierten Nachwuchses. So beklagen nicht nur Leichtathletiktrainer die mangelnde Fitness von Kindern und jungen Leuten. Daher wird die Bedeutung des sportlichen Angebotes in Kindergärten und Schulen wachsen. Auch Ganztagsschulen werden in Zusammenarbeit mit den Vereinen ihr sportliches und pädagogisches Programm erweitern müssen.
War es früher selbstverständlich, im Wald eine Runde joggen zu gehen, so spielt die Trainingseinheit im Fitnessstudio oder im kommerziellen Gesundheitszentrum eine immer größere Rolle. Ein Angebot, das gerade im regenreichen und kalten Winter eine Alternative zum Vereinssport sein kann. Wie auch bei älteren Sportlern geht es hier in erster Linie um Wellness und Gesundheit. Der traditionelle Wettkampf und das schweißtreibende Brechen von Rekorden hat bei dieser wachsenden Gruppe immer mehr an Attraktivität verloren.

Die Zukunft der Vereine

Wenn die Jungs aus der Nachbarschaft früher Fußball spielen wollten, da brauchten sie nebenan nur kurz klingeln und schon hatte man zwei Teams zusammen. Doch die bisherige zentrale Zielgruppe der Vereine, nämlich Kinder und Jugendliche, wird immer kleiner. So müssen sich die Vereine verstärkt auf die steigende Nachfrage nach Trendsportarten einstellen. Der Fußballplatz ist nicht mehr das alleinige Paradies.
Zudem nimmt auch die Nachfrage der älteren Sportler nach mehr gesundheitsorientierten Angeboten mit flexiblen Trainingszeiten zu. Denn diese Generation hat ihre schönsten Tore bereits vor langer Zeit geschossen und ist lediglich bemüht, noch ein bisschen in Form zu bleiben.
Weiterhin sollte beachtet werden, dass Frauen oft andere Motive zum Sportreiben haben als Männer. Der verbissene Wettkampf um Tore oder Bestzeiten ist meistens schon Mädchen sehr fremd. Langfristig werden Frauen auch inhaltlich Veränderungen in den Vereinen bewirken. Die von ihnen bevorzugten Angebote für Gesundheit, Fitness und Tanz dürfen dabei nicht vernachlässigt werden.
In einem Land oder einer Region, die in den letzten Jahrzehnten stark von Migranten geprägt wurde, müssen sich die Vereine auch in dieser Hinsicht neuorientieren. So haben Ausländer und Ausländerinnen häufig eine andere Einstellung zum Sport als Deutsche.

Die zukünftige Ausrichtung des Vereins

Für viele Vereine ist es an der Zeit, sich strategisch neu zu orientieren. Eine Neuausrichtung oder die Bestätigung der bisherigen Strategie sollte in Jahresabständen durch den Vorstand beraten und beschlossen werden. Veränderungen auf der operativen Ebene betreffen neue Arbeitssysteme, Verfahren und Strukturen, die unmittelbar die Arbeitsabläufe im Verein optimieren. Ganz gemäß des alten, aber immer noch wahren Leitspruches: Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

 

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