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Vereinszeitung

Gedruckt und/oder digital?

Es gibt sie noch: Sportvereine, die auf eine Vereinszeitung als Informationsmedium setzen. Im Zeitalter der Digitalisierung haben jedoch viele Sportvereine ihre Vereinszeitungen eingestellt. Dieser Trend wird sich vermutlich fortsetzen. Woran liegt das?

In Zeiten, in denen die digitale Kommunikation stetig an Bedeutung gewinnt, haben digitale Medien der Vereinszeitung den Rang abgelaufen. Nicht nur Jugendliche und junge Erwachsene der Generation Z (geboren zwischen 1997 bis 2012) ziehen TikTok, Instagram& Co. gedruckten Medien vor. Auch bei allen anderen Generationen ist die Kommunikation mittels digitaler Medien per Smartphone, Tablet und PC selbstverständlicher Bestandteil der Kommunikation. 

Daher setzen immer mehr Sportvereine verstärkt auf soziale Medien, die Vereins-Homepage, Apps und E-Mails, wenn sie mit ihren Vereinszielgruppen kommunizieren.

Die Erstellung einer Vereinszeitung ist im Vergleich zu digitalen Medien mit großem personellem und finanziellem Aufwand verbunden.

Welche Argumente sprechen sonst noch für den Einsatz digitaler Medien bei der Kommunikation mit den Vereinszielgruppen?

  • schneller
  • aktueller
  • einfach umsetzbar
  • Interaktivität
  • Einbindung von Videos

Wollen Sie trotzdem nicht auf eine (gedruckte) Vereinszeitung verzichten? Folgende Argumente sprechen für eine Vereinszeitung:

  • Bestimmte Zielgruppen bevorzugen nach wie vor die gedruckte Form der Informationsvermittlung  (insbesondere Vereinsmitglieder aus der Nachkriegsgeneration sowie noch ältere Vereinsmitglieder)
  • Themen können ausführlicher bearbeitet/dargestellt werden 
  • In der Vereinszeitung kann das Vereinsgeschehen über alle Abteilungen hinweg detailliert und strukturiert beschrieben werden     
  • Gedruckte Vereinszeitungen sind „für die Ewigkeit“ (werden z.T. gesammelt). 

Es muss nicht zwingend eine gedruckte Vereinszeitung sein. Eine Vereinszeitung kann auch digital als App, Flipbook/ePaper (elektronische Zeitung zum online durchblättern) realisiert werden. Es gibt  Programme (z.T. kostenlose, wie Issuu oder Yumpu), mit der online blätterbare Vereinszeitungen erstellt werden können (ein PDF-Dokument hochgeladen und in ein Online-Heft umgewandelt werden kann). Das blätterbares Online-Heft kann auf der Vereins-Homepage eingebunden und in sozialen Medien des Vereins platziert werden. Eine ePaper-Ausgabe hat außerdem den Vorteil, dass Videos und interaktive Elemente (z.B. ein Rätsel zum Lösen, ein Fragebogen zum Ausfüllen) integriert werden können.Auch die Einbindung eines Themenmonitors (Nutzer legt individuell Themen fest, die ihn interessieren), Verlinkungen und die individuelle Anpassung der Schriftgröße sind realisierbar.

Beispiele Vereinszeitungen:

a.) Vereine, die auf die traditionelle, gedruckte Form setzen:   

Alle genannten Vereine haben ihre Vereinszeitung als pdf  (Online-Ausgabe) zum Download auf der Vereins-Homepage eingebunden.

b.) Vereine und Landessportbünde , die eine Vereinszeitung als ePaper (Flipbook) anbieten:

Noch ein paar Tipps zum Erstellen einer Vereinszeitung um Schluss:

  • Berücksichtigen Sie das Corporate Design (Schrift, Farben etc.) des Vereins!
  • Stellen Sie ein Redaktionsteam zusammen, das sich regelmäßig trifft!
  • Erstellen Sie (frühzeitig) einen Redaktionsplan (für welche Zielgruppe soll welcher Inhalt in welcher Ausgabe der Vereinszeitung veröffentlicht werden?)! 
  • Gestalten Sie die Inhalte so, dass Sie damit für Ihre Zielgruppen (Vereinsmitglieder, Sponsoren etc.) Mehrwerte generieren!
  • Machen Sie den Verein, seine Gesichter (Mitglieder + x) und Geschichten erlebbar! Informieren Sie nicht nur, sondern wecken Sie Emotionen!
 
Vereinsfuehrung

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